Kreispokal-Viertelfinale: Nach 15 Minuten schon alles vorbei!

Aus im Kreispokal-Viertelfinale / Frühe unberechtigte rote Karte gegen Torwart Kuse / Fehler werden wieder eiskalt bestraft

Porta Westfalica (maw). Nach einer Viertelstunde war das Viertelfinale im Fußball-Kreispokal zwischen den beiden Bezirksligisten SV Hausberge und TuS Lohe gestern Abend entschieden. Am Ende gewannen die Gäste 5:2 (3:0).

Der Knackpunkt: Hausberges Torwart Johannes Kuse hat gerade von Schiedsrichter Jörg Manteuffel die Rote Karte wegen groben Foulspiels an Julian Hartmann (rechts am Boden) gesehen. | Foto: Marcel Wähler

Was war passiert? Hausberges Schlussmann Johannes Kuse kam gegen den allein auf ihn zu laufenden Loher Angreifer Julian Hartmann einen Tick zu spät, stoppte ihn im Strafraum mit einer Grätsche und sah die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Manuel Hejlek zur Loher Führung.

Bis zur Pause fanden die Portaner in Unterzahl überhaupt nicht mehr zurück ins Spiel. Lohe erspielte sich eine Reihe von guten Chancen und Hausberge hatte Glück, dass nur Carl-Hendrik Stühmeier (20.) und Hartmann (34.) trafen. Auf Hausberger Seite gab Pascal Hergott erst in der 39. Minute der ersten Schuss in Richtung Loher Gehäuse ab.

SVH-Trainer Mike Achtelik war über die Darbietung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten maßlos enttäuscht und wollte auch den Platzverweis nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Das war fast so wie am Sonntag beim 1:6 gegen Vlotho. Unser Defensivverbund zeigte sich katastrophal. Bei Standards stimmte die Zuordnung überhaupt nicht, dazu haben wir an der Mittellinie zu viele Bälle vertändelt“, kritisierte er.

In der zweiten Hälfte war dann eine Steigerung bei den Hausbergern zu sehen. Sie bäumten sich auf und betrieben noch etwas Ergebniskosmetik, als Pascal Hergott in der 65. Minute zum zwischenzeitlichen 1:4 sowie in der 75. Minute zum 2:5-Endstand traf. Zwischendurch hatte das überragende Loher Sturmduo Julian Hartmann (47.) und Manuel Hejlek (66.) erhöht.Achtelik lobte besonders Markus Seip für seine starke zweite Hälfte auf der Sechserposition. „Aber die elf Gegentreffer in den letzten beiden Spielen geben mir schon zu Denken“, gestand er und fordert für die Partie am Sonntag in Stift Quernheim eine deutliche Steigerung in diesem Bereich, bevor es am nächsten Mittwoch in einem vorgezogenen Spiel erneut gegen den TuS Lohe geht. Dessen Trainer Lars Thielking gab sich nach Spielende zufrieden, wollte den Sieg jedoch nicht überbewerten.

Aufstellug: Kuse – Gerzen (46. Kevin Diekmann), Hergott, Giesbrecht, A. Werner – Hafke, Reilender, Seip, Backenköhler (15. Abe), Jüngling (55. Brinkmeier) – P. Werner

Tore: 0:1 Heljek (16. FE), 0:2 Stühmeier (19.),  0:3 Hartmann (33.), 0:4 Heljek (47.), 1:4 Hergott (65.), 1:5 Heljek (66.), 2:5 Hergott (75.)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Johannes Kuse (15. grobes Foulspiel)