Bezirksliga, 9. Spieltag: FC Bad Oeynhausen II – SV Hausberge 3:0

SV Hausberge bricht nach vergebener Großchance nach 20 Minuten komplett ein, leistet keine Gegenwehr mehr und verliert auch in der Höhe verdient

Bad Oeynhausen. Schwankend wie ein Schiff im Orkan präsentiert sich derzeit Fußball-Bezirksligist FC Bad Oeynhausen II. Dem 3:5 gegen Altenhagen vor einer Woche lassen die Schützlinge von Holm Holger Hebestreit ein3:0 (1:0) gegen Hausberge folgen.

Und das völlig zurecht. Im Duell zweier Mannschaften aus dem Tabellenkeller brauchte die Bad Oeynhausener Landesliga-Reserve zwanzig Minuten lang, um die Nervosität abzulegen. Hebestreit hatte das Spielsystem von 4:4:2 mit Raute auf 4:2:3:1 umgestellt. Die beiden „Sechser“ Maurice Vahle und Tristan Piotrowiak machten einen hervorragenden Job und ließen die Hausbergener nicht zur Entfaltung kommen. Berdar Aycik blies mit seinem Pfostenschuss nach 18 Minuten zum großen Halali und seine Mitspieler folgten ihm. Hausberge ließ sich immer weiter zurückfallen, und spätestens als Tristan Piotrowiak die Gäste-Abwehr und Torwart Christian Bartels mit einem satten Fernschuss überwand, war der Bann gebrochen.

In der Halbzeitpause rüttelte Holm Hebestreit seine Jungs mit einer Ansprache der etwas lauteren Art wach. „Ich wollte emotional einen Punkt setzen“, rechtfertigt der „Lange“ seinen Auftritt. Schon zu oft hatte seine Mannschaft eine Führung aus der Hand gegeben. Offensichtlich traf er bei seinen Spielern den richtigen Ton, denn nach der Pause drückten die Badestädter aufs Tempo.

Jakob Klassen fand nach einem Freistoß den richtigen Weg und versenkte die Flanke per Kopfball zum 2:0 (72.). Die Hausbergener reagierten trotzig und hätten im Gegenzug beinahe den Anschluss erzielt, doch der Ball zischte über die Latte. „Andy, dafür liebe ich dich“, sagte Felix Smoletz zu Andreas Weber, der in der 77. Minute alleine auf das Gäste-Tor zulief und uneigennützig abspielte.

Holm Hebestreit freute sich über den Sieg ohne Gegentreffer. „Das haben die Jungs hervorragend gemacht“, sagte er, schiebt aber hinterher: „Diese junge Mannschaft zeigt Ausschläge in alle Richtungen“. Gäste-Spielertrainer Mike Achtelik, der sich erstmalig selber einwechselte, erkannte die Niederlage auch in der Höhe an.