Bezirksliga, 5. Spieltag: TuS Petershagen/Ovenstädt – SV Hausberge 2:2

Sensationelle kämpferische Leistung wird leider nur mit einem Punkt belohnt – Ausgleich in letzter Sekunde!

Petershagen (maw). Noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. So lässt sich das Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem TuS Petershagen-Ovenstädt und SV Hausberge aus TuSPO-Sicht zusammenfassen.

Der Blickwinkel der Portaner könnte heißen: Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem 0:1 gegen Dützen, doch am Ende blieb nur ein Punkt. Denn dank eines Treffers von TuSPO-Joker Samir Ferchichi in der 93. Minute trennten sich der TuS Peterstagen-Ovenstädt und SV Hausberge gestern Abend 2:2-Unentschieden.

„Es ist natürlich schade, dass wir den Vorsprung nicht mehr über die Zeit retten konnten“, trauerte Hausberges Coach Mike Achtelik einem möglichen Dreier hinterher. Mit der Leistung seiner Schützlinge war er zufrieden, auch vor dem Hintergrund der schwachen Vorstellung gegen Dützen. „Das war unsererseits eine klare Steigerung. Wir waren deutlich griffiger und haben auch mal gegrätscht“, so Achtelik.

Die Portaner verteidigten geschickt und versuchten durch schnelles Überbrücken des Mittelfelds zu Torgelegenheiten zu kommen. Diese Taktik wurde beim 2:1 durch Manuel Sasse (40.) belohnt. Eike Krehl eroberte den Ball im Mittelfeld und passte auf Tim Jüngling, der sich über Außen durchsetzte und den frei stehenden Sasse anspielte, welcher anschließend TuSPO-Keeper Jakob Kröcker überwand. Zuvor hatten Krehl (15.) Hausberge mit einer Einzelaktion in Führung gebracht und Ahmed Douha zehn Minuten später für TuSPO per direkt verwandeltem Freistoß ausgeglichen. Ansonsten hatte Clement Duah für die Petershäger Möglichkeiten einen Treffer zu erzielen. Seine Torversuche gingen jedoch einmal knapp daneben (11.) und wurden zweimal geblockt (18. und 34.).

Nach dem Pausentee tat sich zunächst nicht viel, bis Hausberges Sören Deerberg (68.) plötzlich die Riesenchance zum 3:1 vergab, was wahrscheinlich die Vorentscheidung bedeutet hätte. Er bekam allerdings frei vor Kröcker keinen richtigen Torschuss zustande. „Das war aus meiner Sicht die Schlüsselszene“, meinte auch Achtelik hinterher. TuSPO-Coach Thomas Ehlert warf nun alles nach vorn und wechselte mit Samir Ferchichi, Ramsi Mejri und Matthias Kruse noch drei Stürmer ein, zusätzlich zu den zweien, die auf dem Platz standen.

Obwohl dieses Risiko am Ende belohnt wurde, war Ehlert über die Darbietung seiner Schützlinge enttäuscht: „Wir haben überhaupt nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. 70 Minuten hat hier nur eine Mannschaft gekämpft, und das war Hausberge. Wir können am Ende froh über den Punkt in der Nachspielzeit sein. Der geht auch in Ordnung, aber mehr war nicht drin.“ Dem pflichtete sein Spieler Egor Pyntja bei: „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen und waren in den Zweikämpfen immer zu spät.“ Aber zum Glück gab es für den TuSPO ja noch die Nachspielzeit, als Ferchichi nach einem Freistoß aus kurzer Distanz den Ausgleich markierte.

Aufstellung:
Bartels, D. Reimer (81. Schimansky), Giesbrecht, Diekmann, Sperlich, Hergott, Deerberg, Roggenkamp, Jüngling, Krehl (72. Seip), Sasse (86. Kummer)

Tore:
0:1 Krehl (10. Minute), 1:1 Douah (18. Minute), 1:2 Sasse (37. Minute), 2:2 Ferchichi (90.)